Barack Obama: Präsident der USA im Weißen Haus von Washington D.C.

Im Oval Office im Weißen Haus in Washington D.C. sitzt der Demokrat Barack Obama, 44. „Mr. President“ der Vereinigten Staaten von Amerika und Friedensnobelpreisträger. Seit Anfang 2009, als er sich überraschend gegen seinen republikanischen Rivalen John McCain durchgesetzt hatte, hat sich sein „American Dream“ erfüllt: Er ist der erste Afroamerikaner in diesem Amt.

Die Lebensgeschichte von Barack Hussein Obama II ist ein Musterbeispiel, was die amerikanische Geschichte brauchte und sie doch ebenso überraschte. Kaum ein anderer scheint den „American Dream“ so zu verkörpern wie der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Zumindest, wenn man die Geschichte als eine Mischung aus Martin Luther King’s „I Have a Dream“ und der Geschichte von Einem, der sich vom Tellerwäscher zum Millionär hocharbeitet, versteht.

Barack Obama – Vom Tellerwäscher zum Präsidenten

Obamas Eltern, die US-Amerikanerin Stanley Ann Dunham und der Kenianer Barack Hussein Obama Senior, heirateten in Hawaii zu einer Zeit, als in vielen Staaten eine Ehe zwischen farbigen und weißen Bürgern noch nicht möglich war. Als Sohn von Aristokraten schloss Barack Obama 1983 in New York sein politikwissenschaftliches Studium ab und legte dann noch ein Studium der Rechtswissenschaften nach.

1996 zog er in den Senat von Illinois ein, wo er viele bürgerechtliche und soziale Gesetze für Chicago anstieß. 2004 gewann Obama als Kandidat der Demokraten für den US-Senat bei deren Vorwahlen im März überraschend 52 Prozent der Stimmen und galt seither als neuer Star seiner Partei.

Obamas Grundsatzrede und Präsidentschaftskandidatur

In seiner Grundsatzrede im Juli 2004 schilderte er seine Familiengeschichte und schwor auf nationale Einheit, was ihm viele Sympathien verschaffte. Ab Anfang 2005 vertrat er an der Seite von Dick Durbin den Bundesstaat Illinois im Senat.

Nach zahlreichen öffentlichen Auftritten und diplomatischen Reisen in Krisengebiete verkündete Obama am 10. Februar 2007 vor 18.000 Zuhörern in Springfield (Illinois), wo 149 Jahre zuvor der spätere Präsident Abraham Lincoln zur Abschaffung der Sklaverei aufgerufen hatte, seine Präsidentschaftskandidatur, die er am 15. Dezember 2008 mit 365 gegen 173 Stimmen von John McCain gewann und somit ins Weiße Haus einzog.

Seine Herkunft, Erziehung im Ausland und Ausbildung an Eliteuniversitäten unterschieden Obama von früheren afroamerikanischen Präsidentschaftskandidaten wie Jesse Jackson, die aus der Bürgerrechtsbewegung kamen. Seine multikulturelle Herkunft, die er immer wieder betonte, ohne daraus offensichtlich eine Rassendiskussion machen zu wollen, machte ihn zu einem Kandidaten für Jedermann.

Politische Veränderungen

  • Außenpolitik: Obama zog die für Kampfmissionen stationierten Truppen aus dem Irak ab, setzte sich aber verstärkt für den Antiterrorkrieg in Afghanistan und Pakistan gegen Al Qaida und Taliban ein.
  • Diplomatie und Abrüstung: Alleingänge der USA, wie unter seinem Vorgänger, George W. Bush, sollten der Vergangenheit angehören. Außerdem plädiert Obama für eine Welt ohne Atomwaffen. Ein erster Schritt war 2009 das START-Abkommen mit dem russischen Staatspräsidenten Medwedew in Prag.
  • Entwicklungs- und Katastrophenhilfe: Neben dem Kampf gegen Al Qaida liegt es u.a. im Interesse Obamas, afrikanischen Nationen zu helfen, ihre natürlichen Ressourcen zu erhalten und faire Profite zu erlangen, den Krieg im Kongo zu stoppen, Simbabwe zu unterstützen und den Völkermord in Dafur zu beenden. Auf Katastrophen soll schnell mit Soforthilfe reagiert werden können.
  • Innenpolitik: Obama hatte die nicht ganz leichte Aufgabe, die Finanzschaftskrise abzudämpfen. Neben Steuer- und Gesundheitsreformen und einer Entwicklung in Richtung erneuerbarer Energien zeichnen Gleichstellungsinitiativen seine Bemühungen aus.
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