Die 10 besten Bands und Musiker aus Washington DC

Im Gegensatz zur nahe gelegenen Stadt Baltimore, regt sich in Washington DC nicht so viel, was die Musikszene angeht, aber besonders in der Vergangenheit gab es dort Bands und Musiker, die Musikgeschichte geschrieben haben.

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Die politische Hauptstadt ist auch äußerst musikalisch, selbst wenn das dicht gelegene Baltimore im Vergleich einige Acts mehr zu bieten hat, haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte richtgehende Legenden in Washington eingefunden, bzw. wurden dort geboren.

Besonders im alternativen Bereich wurden dort auch Genre-Ursprünge gegründet, ohne die es diverse Bands gar nicht erst gegeben hätte.

01. Bo Diddley

Allgemein wird Bo Diddley als der Urvater der Blues/Rock’n Roll Bewegung gesehen, was soviel heißt wie, dass er der Grund ist, warum es Bands wie Led Zeppelin, die Black Keys oder The Who gab und gibt.

John Lee Hooker inspirierte Bo dazu, seine Jobs als Mechaniker und Tischler aufzugeben und Musik zu machen. 1963 würde übrigens eine kleine, unbekannte Rockband aus England für ihn als Vorband spielen, der Name: The Rolling Stones.

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02. Tim Buckley

Der Vater von Jeff Buckley war selbst ein berühmter Musiker in den 60er und 70er Jahren und schaffte es, von Folk bis Jazz hin zu Psychedelic diverse Sounds in seine Musik einzuarbeiten. Buckley starb früh mit gerade einmal 28 Jahren und hinterließ dennoch 9 Alben.

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03. Dave Grohl

Nirvanas Schlagzeuger und Frontmann der Foo Fighters, Dave Grohl dürfte jedem bekannt sein. Grohl wuchs in Virginia auf, einem Vorort von Washington DC und würde dort auch in seinen Teenage Jahren in der Hardcore- und Punkszene seine Kreise ziehen, bis er dann von einem Freund (Buzz Osborne der The Melvins) einem Typen namens Krist Novoselic vorgestellt wurde, späterer Bassist von Nirvana. Der Rest ist Geschichte…

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04. Duke Ellington

Wunderbaren Jazz im Big Band Outfit und New Orleans Anleihen brachte Duke Ellington auf die Bühnen und sein Charisma – vor allem durch seine Mutter von Kindheit auf unterstützt – machten ihn zu einem Künstler, der mehr als 50 Jahre die Musikwelt beeinflusste.

Bereits mit 7 spielte er Piano, doch seine Liebe für das Instrument würde erst mit 14 entflammen, als er anfing, sich in Spielhallen zu schleichen und den Pianisten dort zu lauschen.

Nachdem er aus Washington DC wegzog – wo er eine erfolgreiche Karriere hatte – lebte er in Harlem und schloss sich dort der Harlem Renaissance an.

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05. Marvin Gaye

Einer der größten RnB Sänger, die es jemals gegeben hat, wurde 1939 in Washington geboren und schaffte es als einer der wenigen, sehr explizite Songs über Sex so herüber zu bringen, dass sie trotzdem unglaublich romantisch klangen.

Mit seinem Song „What’s going on“ schuf er außerdem zusammen mit Renaldo Benson der Four Tops einen der eindringlichsten Songs gegen Polizeigewalt und Krieg, der tatsächlich erst später als geplant veröffentlicht wurde, da das Label befürchtete, der Song können dem sexy Image Gayes schaden.

Als der Song jedoch schlussendlich veröffentlicht wurde, war er so erfolgreich, dass Gaye daraufhin weitere Songs schrieb, die sich auch mit ernsteren Themen auseinander setzten.

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06. Roberta Flack

Die wohl legendärste Performerin von „Killing me softly“ wurde am 10. Februar, 1937 in Washington DC geboren und würde vor allem in Jazz- und Blueskreisen eine der einflussreichsten Sängerinnen werden.

Nicht nur das, Flack war auch die erste afrikanisch-amerikanische Lehrerin (im Training), die an einer komplett weißen Schule unterrichtete. Als Lehrerin würde sie lange Zeit arbeiten, um ihre Familie zu unterstützen, bis sie für ein Benefiz-Konzert für eine Kinderbibliothek von Led McCan entdeckt wurde.

Besonders ihre warme Stimme, die ruhig und ohne große, dramatische Gesten alle Emotionen herüber brachte, ist auch heute noch unnachahmlich.

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07. Rites of Spring

Während in Großbritannien gerade der Punk auflebte, war Amerika schon drei Schritte weiter und versuchte, die rotzige Attitüde und die nicht selten dilettantischen, musikalischen Fähigkeiten abzuwerfen und stattdessen nachdenkliche und innovative Musik zu machen.

Dabei waren Rites of Spring eine der ersten Punkbands, die sehr persönliche, emotionale Texte schrieb, weshalb sie gerne als Emo-Väter betitelt werden, was die Band jedoch selbst nie so wirklich akzeptieren wollte.

Obwohl sie gerade mal 15 Konzerte spielten und 2 Jahre aktiv waren, waren Rites of Spring Ursprung einer großen, aufregenden Szene, aus der später auch Fugazi entwuchsen.

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08. Fugazi

Fugazi sind die Urväter des Postcore und demnach für viele auch absolut maßgebend für die heutige Emo- und Screamo-Szene. Als wichtige Band innerhalb der Hardcore Szene, die in den 80ern mehr als prominent in DC war, lebten sie nach einer DIY-Attitüde, die viele Dinge simplifizierte, nicht immer zum kommerziellen Vorteil (so verzichteten sie auf Touren, Merchandise zu verkaufen).

Außerdem gehörte die Band zu Befürwörtern von gewaltfreien Konzerten, da gerade im Hardcore noch die Wurzeln des teilweise arg aggressiven Moshpits lagen. Mit ihrer durchaus intelligenten Punk-Attitüde und ihrer experimentellen Musik gehören Fugazi zu einer der wichtigsten Bands der 80er Jahre, die die Kultur der dortigen Musikszene sehr beeinflusste.

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09. Thievery Corporation

Das DJ Duo Thievery Corporation dürfte einer der bekanntesten, auch heute noch relevanten Musikacts sein, besonders der Mix aus Dub Step und globalen Musikeinflüssen wie indische, brasilianische und Reggae-Musik macht sie außerdem zu einem der Acts, die viele Generationen begeistern.

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10. Wale

Gerade dieses Jahr hat er sein zweites Album „Ambition“ unter dem Label Maybach und Universal veröffentlicht. Wale, geboren als Olubowale Victor Akintimehin, versucht in seiner Musik auch Go-go Elemente zu verarbeiten, die gerade in Washington DC eine lange Musikgeschichte haben.

Derzeit ist er einer der beliebtesten Musiker in und um Washington, selbst wenn die Kritiker – die sein Debüt lobten – sich bei seinem zweiten Werk nicht mehr ganz so einig waren. Da die Hip Hop Szene in Washington mehr als klein ist, lastet demnach ein großer Druck auf den gerade mal 27-Jährigen.

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