United States Holocaust Memorial Museum

Das United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) in Washington D.C. ist eine Gedenkstätte für die Opfer sowie der Geschichte des Holocaust. Das Gebäude befindet sich auf der National Mall, unweit des Washington Monument und des Jefferson Memorial.

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Eine von Jimmy Carter im Jahr 1978 einberufene Kommission, die President´s Commission on the Holocaust, hat die Entstehung des Museums herbeigeführt. Allerdings war das Konzept anfangs sehr umstritten.

United States Holocaust Memorial Museum – Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust

Die Initiative Carters für dieses Museum war anfangs einem Streit bezüglich des Konzepts unterlegen. Der Grund dafür war der Auftrag des Präsidenten, eine Gedenkstätte für die sechs Millionen Todesopfer des Holocaust ins Leben zu rufen, wobei einige Kritiker eine Begrenzung des Begriffs der Judenvernichtung sahen.

Vertreter von nichtjüdischen NS-Opfern beanspruchten einen „analogen Opferstatus“ sowie eine Aufnahme in das Konzept des Museums. Daraufhin erweiterte Carter 1979 die Definition des Holocaust auf „elf Millionen unschuldige Opfer, von denen sechs Millionen Juden waren“.

United States Holocaust Memorial Museum – Architektur und Ausstellungen

George H. W. Bush präsentierte 1983 den ersten Gebäudeentwurf. Da es aber zu Diskussionen bezüglich der Architektur des Gebäudes und der Inhalte kam, so sahen sich schwarze US-Amerikaner, Indianer und Reservisten benachteiligt, wurde die Eröffnung des United States Holocaust Memorial Museum erst im April 1993 vollzogen. Für die Architektur des Museums zeichnete sich James Freed verantwortlich, der den Bauauftrag aus 200 Millionen US-Dollar privater Spenden auf öffentlichem Boden ausführte.

Exponate

Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington D. C. beherbergt etwa 26.000 authentische Exponate sowie viele themenbezogene Ausstellungen und Veröffentlichungen. Das Zentrum des Gebäudes bildet eine hexagonale Halle. Der Ausgangspunkt des Museumsrundganges befindet sich in der Hall of Flags, in der die Fahnen der verschiedenen am Sieg beteiligten US-Divisionen ausgestellt sind.

Das USHMM beherbergt zudem viele Beweisstücke und verteilt Lehrmaterialien, die die grausame Thematik des Holocaust zum Inhalt haben. Zudem ist das Museum für die Produktion von Radio- und Fernsehprogrammen verantwortlich. Alljährlich finden auf dem Museumsgelände Gedenkfeiern statt.

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